Trentino
 

105-Tour delle Maresse-GESCHLOSSEN

Valle del Chiese
Cima Maresse ist mit 2101 Metern Höhe kein sonderlich markanter Berg in der südlichen Umgebung des Adamello, aber er bietet einen spektakulären Ausblick über das Valle Aperta bis hinunter ins Valle del Chiese.

Mit über 47 Kilometern und fast 2100 Höhenmetern ist das auf keinen Fall eine Anfängertour, sondern etwas für bestens trainierte Leute – konditionell genauso wie fahrtechnisch. 
Denn die alten Militärwege an der Sella di Bondolo und der Bocca di Bosco fordern jedem Biker viel ab. EMTB Piloten brauchen zwingend einen Ersatzakku. Allerdings: Wer mit dem Auto bis zur Malga Table hinauffährt, kann sich gut 1100 Höhenmeter sparen.
Fahrtechnisch wird es dadurch aber nicht leichter.

STRECKENBESCHREIBUNG

Nach dem Start auf dem Parkplatz der Tourist-Information neben der Hauptstraße des Valle del Chiese beim Dörfchen Cologna geht es erstmal auf schmalem Asphaltweg am Flüsschen Chiese entlang, dann stetig bergauf durch das Dörfchen Prezzo nach Boniprati, was übersetzt so viel wie „gute Wiesen“ bedeutet. Es ist ein flaches, liebliches Almengelände, das vor allem am Wochenende die Einheimischen zu einem Ausflug mit Picknick einlädt. 
Entsprechend gibt es hier zwei Gasthäuser – das „Boniprati“ und das „Lupi di Toscana“. Wenn man sich fragt, warum der Name der hübschen Einkehrstation das Wort „Toscana“ enthält, dann kommt man über eine Infotafel darauf, dass die „Wölfe der Toscana“ ein Bataillon der italienischen Armee war, das im ersten Weltkrieg hier den Ansturm der Österreicher aufhalten sollte.

Nach der Einkehr geht es von Boniprati weiter auf einsamem Asphaltweg teils ziemlich steil hinauf zur Malga Table, wo man zumindest ein Stück Almkäse kaufen kann.
Hier beginnt der Schotterweg, der nun in angenehmer Steigung durch zauberhafte Landschaft bergauf zur Malga Clef führt. Hier zweigt man links ab auf den alten Militärweg, der bis zur Sella di Bondolo noch einigermaßen locker zu fahren ist, danach jedoch zur Bocca di Bosco zahnig steil und grobschottrig bergauf zieht. Selbst mit dem EMTB muss man hier beißen. Dafür ist der Ausblick über die teils grüne, teils felsig-zerklüftete Berglandschaft berauschend.

Nach der Bocca di Bosco fährt man auf einem schmalen Trail flach dahin an den ehemaligen italienischen Militäranlagen vorbei und kommt dann an der Bocca di Clevet in ziemlich unwegsames Gelände.
Wer nicht fahrtechnisch voll drauf ist, wird hier immer mal wieder schieben müssen – teils kurz bergauf, aber auch mal bergab. So geht es unter dem Gipfel der Cima Maresse entlang bis kurz vor die Cima Pissola, wo man scharf rechts bergab auf den Trail Richtung Malga Pissola abzweigt. Dieser trail – im oberen Bereich noch recht gut fahrbar, wird dann jedoch sehr steil, schmal, steinig, wurzelig. Auch für Könner eine Herausforderung, alle anderen schieben. Immerhin soll genau dieser Weg in den nächsten Jahren ausgebaut und für Biker fahrbar gemacht werden.

In der Nähe der Malga Pissola erreicht man schließlich einen Schotterweg, der zurück zur Malga Table führt. Wer nicht hier gestartet ist, sondern die volle Runde fährt, nimmt die Direttissima Richtung Castel Condino, einen steilen Waldweg, der zwischendurch extrem grob wird, so dass auch hier volle Fahrtechnik gefordert wird. Unten wird es etwas sanfter. 
Etwas oberhalb von Castel Condino geht es dann auf gut geschotterter Bike-Strecke mal steil bergab, dann auch wieder kurz bergauf durch ein rauschendes Bachbett nach Brione, von wo aus man die alte Militärstraße nach Condino runter rauscht und schließlich auf dem Radweg nach Cologna zurückrollt.

Insgesamt eine harte Tour für Könner mit großen fahrtechnischen Herausforderungen.
Autor: Uli Stanciu

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