Trentino
 

104-Via dei Todesch

Valle del Chiese
Der Name klingt für deutsche Ohren ungewohnt – Via dei Todesch (gesprochen Todesk). Was kann das bedeuten? Es kommt aus dem Dialekt des Valle del Chiese, Tedeschi (hier Todesch) sind die Deutschen (oder auch Österreicher, zumindest deutschsprachig), es ist also der Weg der Deutschen

Hintergrund: Die Österreicher bauten im Valle del Chiese zwei große Festungen, das Forte Cariola und das Forte Larino, die beidseits des Tales die Italiener am Vordringen nach Norden hindern sollten.
Im ersten Weltkrieg nutzten die österreichischen Soldaten diesen schmalen Trail zur Aufklärung um zu erfahren, was sich hinter den Festungen auf italienischem Gebiet tat. Sie konnten sich ziemlich sicher sein, dass sie hier oben im unwegsamen Gelände knapp hinter der Grenze nicht aufgespürt würden.

Heute ist dieser Trail fast vergessen, zum großen Teil nicht beschildert und überwiegend nicht einmal in Karten eingezeichnet. Umso besser für die Biker, die ihn heute ohne jegliche Einschränkungen oder Verbote nutzen können. Am schönsten jedoch: Es sind über 15 Kilometer ganz überwiegend gut fahrbare Flowtrails, die höchsten Fahrspaß aufkommen lassen und dazu an manchen Stellen ein Traum-Panorama liefern.

STRECKENBESCHREIBUNG

Nach der Auffahrt vom Cologna Tourist Center über einen langen und im oberen Bereich teils steilen Schotterweg zum Monte Giovo beginnt dieser Supertrail erstmal mit einer Herausforderung:
Das erste Teilstück zwischen dem Monte Giovo und der Malga Cap wird nur für Konditionbären auf dem Muskelbike oder EMTB-Bikern durchweg fahrbar sein. Alle anderen werden zumindest kürzere Teilstücke schieben müssen. Das sind aber insgesamt nur wenige hundert Meter. Schon vor der Malga Cap wird der Trail ganz eben, zur Bocca Giumella geht es dann auf Schotter bergab.

Was dann zur Malga Ringia folgt, ist wieder ein Trail der Klasse extrageil. Erst steil bergauf, aber dann mehr eben und bergab mit mächtig Flow durch den Wald, nur hie und da unterbrochen von kurzen steilen Rampen, die der versierte EMTB-Biker mit seinem Turbo hochdrückt. Alle anderen werden auch hier kurz aus dem Sattel müssen. Ab der Malga Ringia folgt man dem Schotterweg mit prächtigen Ausblicken ins Adamello Massivzur Malga Pura. Kurz hinter dieser einsamen Alm beginnt dann der Höhepunkt dieser Tour: Noch ein Trail, ein Traumtrail, wie man ihn in anderen Gegenden kaum findet - flüssig zu fahren, erst kurz bergauf, dann bergab, nur hie und da nur etwas steiler, zwei, drei Mal muss man aus dem Sattel wegen umgefallener Bäume. Ansonsten Spaß pur.

Wer nur diesen ersten Teil der Via die Todesch fahren möchte, wählt die Tour Ringia Supertrail

Ok, am Ende führt ein Schotterweg kurz bergab, bevor man wieder auf einen unscheinbaren Trail abzweigen muss (Bitte gut aufs GPS schauen), der zum Lago di Roncone hinunter führt. Hier kann man endlich einkehren und dann auf dem überwiegend asphaltierten Radweg über den kleinen Ort Por und das Castello Romano zurück nach Cologna rollen.
Zweifellos, es ist eine Tour für Fahrtechnik-Könner und konditionell sehr starke Muskelbiker. Mit dem EMTB hat man Mega-Spaß. 
Achtung: Es gibt außer am Lago di Roncone keine Einkehrstation, also unbedingt Wasser und Proviant mitnehmen.
Autor: Uli Stanciu

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