Trentino
 

Gemeinde Sella Giudicarie

Entstanden aus der Fusion der Gemeinden des oberen Teils der Valle del Chiese (Bondo, Breguzzo und Lardaro Roncone), zählt die Gemeinde Sella Giudicarie etwa 3.000 Einwohner und erstreckt sich auf beiden Seiten von Sella di Bondo, die Wasserscheide zwischen den Flüssen Chiese und Sarca.

Mit einer alten ländlichen Tradition und umgeben von Wiesen, Feldern und Wäldern, steigt das Gemeindegebiet Sella Giudicarie von „Busa“ - die Mulde, wo die Dörfer der Mittel-Judikarien liegen - bis auf Cima Cop di Breguzzo (3.001 m ü.d.M.) in der Adamello Gruppe, am südlichen Rand des Parco Naturale Adamello Brenta. Einige wichtige archäologische Funde beweisen, dass die Geschichte der menschlichen Besiedlung in der Gemeinde Sella Giudicarie in der frühen Bronzezeit zurückliegt.

Neben der traditionellen ländlichen Wirtschaft der Region, hat sich in den letzten Jahrzehnten der Tourismus immer mehr entwickelt und die Ortschaften der Gemeinde Sella Giudicarie sind perfekte Ausgangspunkte für interessante Touren von naturwissenschaftlichem, geologischem und landschaftlichem Interesse.

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RONCONE

Roncone erhebt sich zwischen den Ufern des Wildbachs Adanà, dort wo er aus der Klamm von Bondone austritt und plötzlich wendet, um sich einige Kilometer weiter südlich in den Fluss Chiese zu stürzen.
Im Dorf sind die typischen Eigenschaften der alten Siedlungen, die zum Wildbach Adanà hinausgehen, noch vollkommen erhalten: Sie sind durch Mauern geschützt, durch Plätze mit Granitbrunnen aufgelockert und werden von gepflasterten Gassen durchzogen, die Eingänge und die Häuser sind mit Fresken mit sakralen Motiven geschmückt. Gemeinsam mit Lardaro, Bondo und Breguzzo bildet es die Gemeinde Sella Giudicarie.

Geschichte und Kultur


Die Kirche aus dem 17. Jahrhundert ist Santo Stefano geweiht und befindet sich in einer dominierenden Position über dem Dorf. Hierbei handelt es sich um ein schönes Barockdenkmal, in dem ein wahres Schmuckstück der Volkskunst aufbewahrt wird: Die Orgel, deren Umhausung prächtig mit wunderbaren Einlegearbeiten und geschnitzten Figuren verziert ist.

Umgebung und Natur


Unter dem Dorf Roncone, liegt eingebettet in der Talsohle der gleichnamige See, den man mit einem Spaziergang, auf dem man sich entspannen und den Anblick des klaren Gewässers und des umliegenden Buchenwaldes genießen kann, umrunden kann. Rund um den See befinden sich einige Sport- und Freizeitanlagen wie der Minigolf-Platz, der Tennisplatz im Freien und zwei Spielplätze.

Auf dem Territorium von Roncone gibt es drei Almen: Die Malga Maggiasone, eingebettet in eine zauberhafte Landschaft, die Malga Giuggia, von wo man zu vielen Wanderungen aufbrechen kann und die Malga Avalina, wo man noch der alten Kunst der händischen Milchverarbeitung beiwohnen kann. 


GEMEINDEVERWALTUNG
Tel. +39 0465 901023

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LARDARO

Lardaro ist ein sehr kleines Zentrum, das auf der engeren Seite des Valle del Chiese hin gebettet liegt und ist ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen, Mountainbike-Touren oder um sich einfach versunken in natürlichen Landschaften zu entspannen. Gemeinsam mit Roncone, Bondo und Breguzzo bildet es den Gemeinderat von Sella Giudicarie.

Geschichte und Kultur


Lardaro wurde als strategischer Übergang für die Einreise nach Italien angesehen: Die Grenze zum österreichisch-ungarischen Reich betrug nur wenige Kilometer. Zwischen 1860 und 1861 wurden drei Festungsanlagen errichtet: Danzolino, Revegler und Larino. Heute kann nach vielen Renovierungen nur das letzte dieser drei besichtigt werden. Kommt man in Lardaro vorbei, empfiehlt sich ein Besuch der kleinen Kirche mittelalterlichen Ursprungs, die der Enthauptung des Erzengels Michael geweiht ist (Decollazione di S. Michele Arcangelo) und die zwischen 1739 und 1742 neu errichtet wurde.

Umgebung und Natur


Auf dem Sattel des Mountainbikes auf Schotterstraßen, engen alten Landstraßen, entlang der Spuren der alten Maultierpfade, wobei verschiedene, in die unberührte Natur gebettete Panoramen aufeinanderfolgen, können Sie bis zu den Festungsanlagen und den Almen gelangen.



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BONDO

Bondo befindet sich zwischen dem Becken der Sarca und dem des Flusses Chiese, im zentralen Teil der Giudicarien.

Das Dorf liegt auf einer Seehöhe von 841 Metern und ist der Konvergenzpunkt zweier suggestiver Täler: Das Val di Breguzzo im Nord-Westen und das Val Gaverdina um Süd-Osten. Dank seiner strategischen Position in der Nähe des Naturparks Adamello Brenta bietet das Dorf eine breit gefächerte Auswahl an Wanderungen, sowohl im Sommer, als auch im Winter. Heute bildet es gemeinsam mit Roncone, Lardaro und Breguzzo den Gemeinderat von Sella Giudicarie.

Geschichte und Kultur


Die Geschichte von Bondo ist die typische Geschichte einer Berggemeinschaft, bestehend aus armseliger Landwirtschaft und Emigration. Der bäuerlichen Kultur ist das in der Casa Bonus untergebrachte Museum im Zentrum des Dorfes gewidmet. Ein weiteres Zeugnis des Lebens in der Vergangenheit in Bondo sind die beiden „Calchère” (Kalköfen), die Hütten, in denen Kalk für das Bauwesen hergestellt wurde.

Dieses Gebiet des Trentino wurde von der Front des Ersten Weltkrieges durchzogen, wovon der Österreichisch-ungarische Monumentalfriedhof Zeugnis gibt, auf dem die sterblichen Überreste von 697 in diesen Bergen gefallenen Soldaten begraben sind.

Die mittelalterliche Kirche S. Barnaba in Bondo, die sich am nördlichen Rand des Altstadtzentrums erhebt, ist zweifellos einen Besuch wert.

Umgebung und Natur


Zu den schönsten Tälern des Trentino gehört das Val di Breguzzo, das zum Teil auch zum Territorium von Bondo gehört. Es ist eine der südlichsten Türen des Naturparks Adamello-Brenta und stellt eines der naturalistischen Schmuckstücke des Valle del Chiese dar.

Im Sommer bietet das Tal viele Wandermöglichkeiten und im Winter verwandelt es sich in eine reizende Bühne für Schneeschuhwanderungen oder Skitouren. Zu den berühmtesten und spektakulärsten Gipfeln dieses Gebietes gehören der Carè Alto (3462 Meter), der Cop di Breguzzo (2997 Meter), die Danerba (2910 Meter), die Cima d´Arnò (2849 Meter) und die Cima Valbona (2889 Meter).

Für alle, die gerne die Geschichte zu Fuß durchlaufen möchten, ist der Friedenspfad empfehlenswert, der erst vor Kurzem von der Autonomen Provinz Trient instand gesetzt wurde und der in großer Höhe der Front des Ersten Weltkriegs folgt.


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